Spielverlauf

2 - 3

Wittichenau

FSV Lauta

S. Käßler

5

S. Pohl

15

P. Günther

11

40

S. Zimmer

T. Lock

6

F. Koller

4

H. Kieslich

9

13

R. Kumpf

Trainer: L. Schmaler

D. Borjak

14

S. Bonk

7

P. Schöps

8

 

M. Thomas

 

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M. Thomas

 

10.

 

15.

 

44.

 

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46.

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67.

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77.

 

86.

 

 

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S. Pohl

 

S. Pohl

 

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S. Brohmann

für F. Koller

 

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T. Lienig

für R. Kumpf

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S. Pohl

3

16

Lauta setzt Heimfluch der Wittichenauer fort

 

Die Vorzeichen im Derby gegen Wittichenau standen nicht gut: Lutz Schmaler musste mehrere Spieler verletzungs- oder arbeitsbedingt ersetzen. Auch taktisch musste er so aus Mangel an Alternativen von der bisherigen Taktik abweichen und die Viererkette auflösen.

Die Fehler blieben allerdings zunächst die gleichen: nach einem Freistoß wurde Sebastian Bonk von Franz Koller irritiert und köpfte den Ball daher in die Mitte auf den freistehenden Marcus Thomas, der sich diese Gelegenheit zur Führung für die Hausherren nicht nehmen ließ (10.).

Doch die Gäste spielten unbeeindruckt weiter. Die schnellen Außenspieler im Allgemeinen und Stefan Pohl im Speziellen bereiteten der DJK-Hintermannschaft enorme Probleme. Fünf Minuten nach der Führung startete der 17-Jährige Stürmer durch, der an diesem Tag auf die rechte Außenbahn zum Einsatz kam. Nach Pass von Hannes Kieslich in die Schnittstelle traf Stefan Pohl flach in die rechte untere Ecke zum Ausgleich (15.). Lauta merkte, dass dieser Spielzug hervorragend funktionierte und erzielte die Führung nach dem gleichen Muster, als ob es eine Schablone gäbe: Steilpass von Hannes Kieslich - Sprint, Dribbling und Torschuss von Stefan Pohl - 1:2 - Spiel gedreht (44.).

Nach der Pause, das war wohl allen anwesenden klar, würde die DJK mehr investieren. Für den FSV wurde es durch die Ampelkarte gegen Daniel Borjak (56.) ungleich schwieriger, die Führung zu verteidigen. Aber die zahlreich mitgereisten Anhänger des Tabellen-15. übernahmen die Rolle des fehlenden Feldspielers und motivierten die blauen auf dem Platz zusätzlich. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: der FSV hatte durch Stefan Pohl aus spitzem Winkel (64.), René Kumpf per Kopf (65.) oder einen Heber von Paul Schöps (69.) Gelegenheiten zur Vorentscheidung. Der Abstiegskandidat verteidigte mit Mann und Maus, warf sich immer wieder in die Schüsse von Waldemar Adamowicz & Co. Kam doch einmal ein Ball durch, konnte man sich auf Steve Zimmer verlassen, der eine Doppelchance der Wittichenauer zunichte machte (70.). Bis zur 77. Spielminute hielt dieses Bollwerk dem Druck stand. Doch dann bekam Marcus Thomas den Ball von Clemens Mattick serviert, ließ noch einen Verteidiger aussteigen und suchte den Abschluss. Weil sein Schuss noch abgefälscht war, bekam Steve Zimmer die Hände nicht mehr entscheidend an den Ball und der Ausgleich war gefallen.

Das war der DJK aber nicht genug. Waldemar Adamowicz trieb seine Spieler an und wollte den ersten Heimerfolg der Saison erzwingen. Aber da hatte er die Rechnung ohne den Mann des Tages gemacht: Nach einem gefühlvollen Ball von Paul Schöps aus dem Mittelkreis Richtung Strafraum überlief Stefan Pohl wieder die gesamte Wittichenauer Abwehr, kam noch vor dem herauslaufenden DJK-Schlussmann Paul Korch mit dem Kopf an den Ball und das Leder trudelte zur erneuten, verdienten und endgültigen FSV-Führung über die Linie (86.).

Die Freude war bei allen groß, nicht nur den Angstgegner Wittichenau besiegt, sondern auch ein wenig Luft im Abstiegskampf gewonnen zu haben. Das zeigt auch der emotionale Glückwunsch des sichtlich gerührten Trainers Lutz Schmaler für die großartige kämpferische Einstellung seiner Männer, den er direkt nach dem Match noch auf dem Rasen an die Mannschaft richtete.